Cause And Effect

Nach ihren bisher größten Erfolgen als Künstlerin, hat sich Maria Mena dazu entschieden, aller Welt zu erzählen, wie sie zu der Person geworden ist, als die man sie heute kennt. „Das ist das erste Mal, dass eines meiner Alben einem Gesamtthema zugrunde liegt. Ich wollte mir selbst verschiedene Richtlinien setzen, einen Rahmen schaffen, der meine Arbeit umspannt. Meine vorherigen Alben umkreisten immer Cause and Effectdas Jahr vor ihrer jeweiligen Veröffentlichung, aber diesmal wollte ich die gesamte Geschichte meiner Vergangenheit aufschreiben. Ich wollte mich mit all den Ereignissen beschäftigen, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich mittlerweile geworden bin“, erklärt Maria.

Ihr letztes Album “Apparently Unaffected“ war in ganz Europa ein Riesenerfolg – und ist es noch immer. Bisher wurde Maria dafür in Deutschland und Holland mit Gold belohnt, in ihrem Heimatland Norwegen erreichte sie sogar Platinstatus. „Das letzte Album hat mir die Möglichkeit gegeben, mich zu der Künstlerin zu entwickeln, die ich sein möchte.“, erzählt Maria mit der festen Überzeugung, dass sie diese Steigerung ihrer allseits bekannten und beliebten Offenheit zu verdanken hat.

“Cause And Effect“ ist eine emotionale Sammlung von Songs, die in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt in Marias Leben darstellt: „In den vergangenen Jahren habe ich mich menschlich so sehr weiterentwickelt, dass ich mich endlich bereit dazu fühle, mich mit den Erlebnissen meiner Vergangenheit zu konfrontieren, die mich maßgeblich geprägt haben.“

Erst kommen die Texte, dann die Melodien. So war es bei Maria schon immer. Jeder Song ist sorgfältig durchdacht und setzt sich stückchenweise aus der Welt der Sängerin zusammen, immer konstruiert aus dem Ergebnis ihrer persönlichen Erfahrungen. Das mag einer der Gründe sein, warum Maria seit ihrem Debütalbum „Another Phase“, das sie im Alter von 15 Jahren veröffentlichte, immer wieder über den Wiedererkennungswert ihrer Offenheit identifiziert werden kann. Kombiniert mit ihrem außergewöhnlichen Sinn für Melodie, dem Schlüsselelement der beiden Alben „Mellow“ (2004) und „Apparently Unaffected“ (2006), konnte Maria internationale Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Maria Mena - Cause and EffectImmer dann, wenn sich Melodien in ihren Kopf verirrten, landeten sie direkt auf dem Tisch ihres Produzenten Martin Sjolie. „Da ich keine Instrumente spiele, muss ich mich auf einen Produzenten verlassen, der meine Ideen und Gedanken versteht und umsetzen kann. Ich weiß, Martin denkt, dass es manchmal eine ganz schöne Herausforderung ist, mit mir auf diese Art und Weise zu arbeiten, aber ich weiß auch, dass er extrem stolz darauf ist, was wir geschafft haben. Es scheint, als hätten wir uns gemeinsam musikalisch weiterentwickelt, und das ganz natürlich“, verrät Maria. Diese Entwicklung ist klar ersichtlich in Songs wie dem vom russischen Folk inspiriertem “Eyesore“, dem wunderschönen und zugleich naivem “All This Time“ und  dem  kompromisslosen und schmerzvoll aufrichtigen “Cause and Effect“. Vom knallharten “Power Trip Ballad“ zum eindringlich schönen “Dear“, dieses Album ist eine verblüffende Reise durch das Leben von Maria Mena, sowohl durch die Ursachen als auch durch die daraus resultierenden Wirkungen.

Als Maria im Frühjahr 2008 für den Echo in der Kategorie “Bester internationaler Newcomer“ nominiert wurde, markierte dies ohne Zweifel ihren Karriere-Durchbruch in Europa. “Apparently Unaffected“ fasziniert weiterhin Zuhörer weltweit und das Video zur ersten Single “Just Hold Me“ wurde mehr als 5,5 Millionen Mal auf YouTube angesehen. Auch ihr Blog (mariablog.com) ist ein großer Erfolg. Maria erlaubt ihren Fans darin einen Einblick in ihr alltägliches Leben, der größer ist, als es die meisten Künstler zulassen würden. „Für mich ist es einfach eine großartige Möglichkeit, mit meinen Fans zu kommunizieren. Ich mag es, die Höhen und Tiefen meines Lebens zu teilen und ich glaube, es ist sehr wichtig, eine Beziehung zu denjenigen aufrecht zu erhalten, die letztendlich meine Musik kaufen und schätzen.“, sagt sie. Seit ihrem letzten Album ist Maria vor Millionen von Fernsehzuschauern aufgetreten, hat eine treue Fangemeinde in den verschiedenen Ländern Europas gewonnen und ist erfolgreich auf Tour gewesen. „In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Früher konnte ich es nicht genießen, auf der Bühne zu stehen. Ich war keine voll ausgebildete Sängerin, lediglich ein kleines Mädchen, das direkt aus ihrem Schlafzimmer heraus CDs veröffentlichte. Irgendwann entschied ich, dass dies etwas war, mit dem ich lernen musste, umzugehen. Mittlerweile habe ich jede Menge Konzerte gegeben und hatte dabei einige der großartigsten Erfahrungen meines bisherigen Lebens“, räumt sie ein.

Maria Mena - Cause and EffectIm Frühjahr 2008 wurde Marias „Apparently Live Tour“, zusammen mit Bands wie Bloc Party und Wilco, als beste Club-Tour für einen Live Entertainment Award nominiert. Sie hatte unzählige erfolgreiche Konzerte in Norwegen, Holland, der Schweiz, Österreich und Deutschland und wurde für Live Earth in Hamburg engagiert, um dort mit einigen der weltgrößten Künstler gemeinsam auf der Bühne zu stehen. „Als ich Backstage bei einem Festival letzten Sommer war und feststellte, dass ich einen Umkleideraum zwischen der Dave Matthews Band und den Scissor Sisters hatte, realisierte ich erst so richtig, das da etwas passiert war. Als ich dann in dem riesigen Zelt spielte, das vollgestopft war mit 15.000 Menschen, dachte ich so bei mir: ‚Die müssen alle am falschen Ort sein oder wohl eine andere Band erwarten, also beeile ich mich lieber, schnell von der Bühne zu kommen’“, sagt Maria lachend. Sie scheint noch immer das bodenständige Mädchen zu sein, das das Verlangen verspürt, den Leuten zu erzählen, wie sie anfing, Songs zu schreiben, aber seit ihrem letzten Album hat sich definitiv einiges verändert. „Meine Stimme hat sich weiterentwickelt. Nun bin ich fähig, eine ganz neue Bandbreite an Songs zu singen und hoffe inständig, dass die Leute dies auf dem Album auch erkennen.“.

Dieses Mal stehen die Dinge anders für die junge Sängerin und Songwriterin. “Cause And Effect“ wird in vielen Ländern veröffentlicht und hat schon jetzt Aufmerksamkeit aus aller Welt erhalten. Auch wenn die Erwartungen hoch sind, hat Maria indes keine Befürchtungen, diesen nicht gerecht werden zu können: „Das einzige, was mir wirklich wichtig war, ist ein Album zu schaffen, dass sich komplett anfühlt. Erfolgreich im Ausland zu sein und das Album in neuen Ländern zu veröffentlichen, ist natürlich großartig, aber was wirklich zählt, ist die Meinung meiner Familie und Freunde.“. Die 22jährige hat schon längst wertvolle Lektionen in ihrem Leben gelernt: „Nachdem ich den Großteil meiner Jugend im Musikgeschäft verbracht habe, realisierte ich, dass das einzige, was am Ende des Tages wirklich von Bedeutung ist, dein Talent und deine Liebe zum Songwriting sind. Niemand kann dir das jemals streitig machen.“

 

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